Rechtsanwaltskanzlei Rassi Warai

Forderungseinzug

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Der Schuldner zahlt nicht – was nun?

Immer wieder werden Vertragsparteien enttäuscht. Sowohl Unternehmer, als auch Privatpersonen, sorgen sich um eine sinkende Zahlungsmoral im Hinblick auf verschiedene Vertragspartner. Oft zeigt sich eine finanzielle Schieflage eines Schuldners schon in einem frühen Stadium der Vertragsabwicklung. Einem nachlässigen Umgang mit den eigenen Vertragspflichten wird auf Seiten des Gläubigers zu selten entsprechend frühzeitig Beachtung geschenkt. Dies steigert das Risiko eines Forderungsausfalls unweigerlich. In der Praxis des Forderungseinzugs spielt die Reaktionszeit des Gläubigers eine tragende Rolle. Auch die Art und Weise des Mahnwesens und des Forderungseinzugs, sowie die Beachtung der Formmaßgaben im Inkasso sind bedeutsam. Sie können gar über den Erfolg oder Misserfolg eines Forderungseinzugs entscheiden.

Konsequenter Forderungseinzug

Forderungseinzugsmaßnahmen bedürfen einer sachgerechten Planung. Bereits vor der Einleitung von Inkassomaßnahmen empfiehlt es sich, ein Schuldnerprofil zu erstellen. Denn entscheidend für den Erfolg des Inkasso ist nicht selten die frühzeitige Vermittlung von Kenntnissen über die kurz-  und langfristige Liquidität des Schuldners, die Entwicklung seiner Leistungsreserven, seine Biographie und gesellschaftlichen und rechtsgeschäftlichen Verbindungen. Das jeweilige Profil des Schuldners kann eine große Hilfe bei der Suche nach geeigneten Forderungseinzugsmaßnahmen sein. Neben dem Schuldner spielt aber auch der Gläubiger und seine Intentionen eine entscheidende Rolle. So kann es mitunter wichtig sein, der vorteilhaften Verschaffung eines geeigneten Rangs des Gläubigers höhere Aufmerksamkeit zu widmen, als der Bewahrung des Schuldners vor einer finanziellen Überforderung. Zwar kann aus einem Vollstreckungstitel häufig sehr lange (zu beachten ist in diesem Zusammenhang § 212 BGB) eine Zwangsvollstreckung betrieben werden, doch bei einer anhaltenden Zahlungsunfähigkeit des Schuldners muss mit einem Insolvenzantrag gerechnet werden.

Drohende Insolvenz

Eine Erhebung der Statista GmbH aus Hamburg weist im Jahre 2010 eine beachtliche Anzahl von 168.458 Insolvenzen für das Bundesgebiet aus. Bei geringer Insolvenzmasse kann gar ein gänzlicher Forderungsausfall zum Nachteil des Gläubigers drohen. Doch eine Insolvenz muss nicht zwangsläufig zu einem vollständigen Forderungsausfall führen. Dies ist in der regel bei einer Restschuldbefreiung des Schuldners zu befürchten. Unter einer Restschuldbefreiung wird eine natürliche Person nach Maßgabe der §§ 287 bis 303 von den im Insolvenzverfahren nicht erfüllten Verbindlichkeiten gegenüber den Insolvenzgläubigern befreit. Um jedoch in den Genuss der sogenannten Restschuldbefreiung gem. § 286 InsO zu gelangen, muss der Schuldner das Insolvenzverfahren und insbesondere die sogenannte Wohlverhaltensphase erfolgreich beenden und selbst dann gibt es Schulden, die von der Restschuldbefreiung ausgenommen sind. Der privatinsolvente Schuldner muss während des Insolvenzverfahrens u.a. seinen Obliegenheiten aus § 295 InsO nachkommen. So hat er nach dieser Vorschrift während der Laufzeit der Abtretungserklärung: Eine angemessene Erwerbstätigkeit auszuüben und, wenn er ohne Beschäftigung ist, sich um eine solche zu bemühen und keine zumutbare Tätigkeit abzulehnen; Vermögen, das er von Todes wegen oder mit Rücksicht auf ein künftiges Erbrecht erwirbt, zur Hälfte des Wertes an den Treuhänder herauszugeben; jeden Wechsel des Wohnsitzes oder der Beschäftigungsstelle unverzüglich dem Insolvenzgericht und dem Treuhänder anzuzeigen, keine von der Abtretungserklärung erfaßten Bezüge und kein von Nummer 2 erfaßtes Vermögen zu verheimlichen und dem Gericht und dem Treuhänder auf Verlangen Auskunft über seine Erwerbstätigkeit oder seine Bemühungen um eine solche sowie über seine Bezüge und sein Vermögen zu erteilen; Zahlungen zur Befriedigung der Insolvenzgläubiger nur an den Treuhänder zu leisten und keinem Insolvenzgläubiger einen Sondervorteil zu verschaffen.

Ein Verstoß gegen diese Obliegenheiten des Schuldners kann auf Antrag des Insolvenzgläubigers die Versagung der Restschuldbefreiung durch das Insolvenzgericht zur Folge haben. Wenn sich ein Insolvenzschuldner etwa davor drückt, sich um eine angemessene Erwerbstätigkeit zu bemühen und dadurch die Befriedigung der Insolvenzgläubiger beeinträchtigt, wird ihm in aller Regel auf einen entsprechenden Antrag eines Gläubigers die Restschuldbefreiung versagt.

Vor diesem Hintergrund ist eine Informationsbeschaffung des Gläubigers auch noch zur zeit eines Insolvenzverfahrens seines Schuldners von tragender Bedeutung. Eine von zahlreichen Informationsquellen bietet das Justizportal des Bundes und der Länder. Unter dem Webauftritt insolvenzbekanntmachungen.de können insolvenzrechtliche Veröffentlichungen von jedermann eingesehen werden.

Wer hilft beim Forderungseinzug?

Es gibt Dienstleistungsunternehmen, die sich auf die Begleitung von Forderungseinzugsmaßnahmen spezialisiert haben. Neben Inkassobüros bieten hier auch Inkasso-Anwälte eine Anlaufstelle für Gläubiger. Einem Gläubiger ist vor der Einleitung von Inkassomaßnahmen oder einer Zwangsvollstreckung immer anzuraten, sich neben den möglichen Maßnahmen des Forderungseinzugs auch über die für ihn entstehenden Kosten und die Möglichkeiten, diese vom Schuldner erstattet zu bekommen, zu informieren.

Die Rechtsanwaltskanzlei Rassi Warai in Minden unterstützt seit ihrer Gründung im Jahre 2007 Unternehmen und Privatpersonen gleichermaßen, wenn es um Inkasso Angelegenheiten und Anliegen des Forderungseinzugs und Forderungsmanagements geht. Die Mindener Rechtsanwaltskanzlei begleitet Inkassoaufträge mit Bezug zum gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus auch mit Bezug zum Ausland.