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Mediation in der Schule

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Im schulischen Alltag sind Interessen von Lehrern, Schülern, Eltern und Verwaltung mitunter dem Aspekt des Bildungsauftrages zu koordinieren. Der Auftrag der Wissensvermittlung nach strikten Zeitschema kann mitunter für Konflikte sorgen. Die Anlässe für die Streitigkeiten sind nicht selten vergebene Schulnoten, ungebührliche oder mißgünstige Verhaltensweisen, körperliche Auseinandersetzungen, die Anordnung von Erziehungsmaßnahmen oder gar Mobbing. In das System eingegliederte Personen oder mit mittelbar Beteiligte können die für eine Mitwirkung an einer derartigen Konfliktbeilegung erforderliche Objektivität nicht wahren. Insbesondere die Allparteilichkeit und die Anerkennung des Streitschlichters durch die Konfliktparteien, veranlassen Schulleitungen nicht selten dazu, externe (mit schulrechtlichen Konflikten betrauete) Mediatoren hinzuzuziehen. Unter einer vereinbarten Verschwiegenheitspflicht können schulinterne Konflikte unter Ausschluss der Öffentlichkeit thematisiert werden. Insoweit können sich die Konfliktparteien (etwa Lehrer und Schüler) ihrer konkreten Auseinandersetzung produktiv widmen, ohne eine Einflussnahme der Schulleitung – der naturgemäß insbesondere an der Aufrechterhaltung des Ansehens der Schule gelegen ist – befürchten zu müssen.

In der klassischen Schulmediation wird der Mediator zunächst in Erfahrung bringen, welche Personen der Mediation beiwohnen sollten. Wenn z.B. mehrere Schüler einer Oberstufe und eine Lehrkraft im Sportunterricht aneinander geraten sind, wird der Konflikt nicht ohne Beteiligung aller betroffenen Schüler, ggf. deren Eltern, mitunter auch nicht aktiv beteiligten Schülern und dem Lehrer endgültig beizulegen sein. Denn eine Aussprache, die allein unter einem Teil der Schüler und dem Lehrer stattfindet, steht unter einer temporären Scheinsolidärität, die in der Solidargemeinschaft der mediativ beteiligten und eben jenen der Mediation nicht beiwohnenden Schülern, in Frage gestellt werden kann. Die Ermittlung von Positionen und Interessen stellt den zeitlich umfangreichsten Teil der Mediation in der Schule dar. Denn zum einen können Lehrer, die seinerzeit zwar selbst die Schulbank gedrückt haben, aber gleichsam den Lebensgewohnheiten und Zwängen der ökonomieorientierten Leistungsgesellschaft nicht unterstanden, sich nur bedingt in die Situation der jüngeren Generationen hineinversetzen. Auf der anderen Seite fühlen sich Schüler, die sich im Prozess der Persönlichkeitsentwicklung befinden, von ihrem Lehrer nicht selten mißverstanden. Hier bietet die Mediation in der Schule die Option Mißverständnisse zu erkennen und aktiv zu beseitigen und insoweit ein zukunftsträchtiges Fundament der Toleranz und Wertevermittlung zu schaffen.

Allerdings ist die Mediation ein freiwilliges Verfahren. Das heißt, dass die Konfliktparteien selbst den Weg zum Mediationsverfahren finden müssen. Die können die widerstreitenden Intressen nur dann, wenn Ihnen das Mediationsverfahren in der Schule nahe gebracht wird. Gelegentlich wird statt einem Mediator ein schulinterner Schlichter bestimmt. Dabei wird verkannt, dass eine Schlichtung nicht im Ansatz mit dem Mediationsverfahren unter Leitung eines in der Konfliktbeilegungsmethodik geschulten Mediators verglichen werden kann. Dies gilt insbesondere, wenn der Schlichter ein Mitarbeiter der Schule ist. Sodann wird er kaum von den ebenfalls in den Schulalltag involvierten Streitparteien als unparteiische Instanz Akzeptanz finden.

Gerne steht Ihnen der Rechtsanwalt und Mediator Markus Rassi Warai für Fragen zum Thema Mediation in der Schule zur Verfügung. Es bietet sich an, in einem unverbindlichen Vorgespräch den Ablauf und die Kernaspekte des Mediationsverfahrens mit allen Beteiligten zu erörtern.