Erbrecht in Minden: Der Streit unter Erben

Wege der Nachlassauseinandersetzung – Stand 4.11.2009

Quelle: Destatis – Elektronische Veröffentlichungen des Statistisches Bundesamts Deutschland, Erbschaft- und Schenkungssteuerstatistik, Erschienen: 28.01.2009

Der Jahresbericht des statistischen Bundesamtes umfasst für das Jahr 2007 über 185.000 Erbfälle. In etwa jedem vierten Erbfall ging es um einen Nachlass von über 100.000 EUR. Zumeist wird der Nachlass unter mehreren Erben aufgeteilt.

Fühlt sich ein Erbe übergangen oder benachteiligt, kann es zu einer Auseinandersetzung unter den Erben kommen – nicht selten streiten sich Geschwister über eine Erbschaft. Wird dieser Erbstreit vor Gericht ausgetragen, so drohen bei einem Streitwert von 100.000 EUR in der ersten Instanz bereits Prozesskosten in fünfstelliger Höhe. Diese Kosten werden idR auch nicht von Rechtsschutzversicherungen übernommen.

Daher drängt sich die Frage nach einer kostengünstigen Alternative in einem Erbstreit auf. Eine bewährte Alternative zur Beilegung einer Erbstreitigkeit stellt die Mediation dar. Die Mediation ist ein effektives Verfahren zur außergerichtlichen Konfliktbewältigung unter Zuhilfenahme einer neutralen dritten Person (dem sog. Mediator). Das Mediationsverfahren wird in Amerika bereits seit den 70er Jahren höchst erfolgreich praktiziert. Gerade in wirtschaftsrechtlichen Auseinandersetzungen, in denen es regelmäßig um hohe Vermögenswerte geht, hat sich die Mediation als schnelles und anonymes Verfahren der Konfliktlösung etabliert. In Angelegenheiten im Erbrecht ist dies keineswegs anders: auch in Auseinandersetzungen im Erbrecht sieht Rechtsanwalt und Mediator mit der Anerkennung als Gütestelle Markus Rassi Warai aus Minden die Mediation als echte Alternative zu einer gerichtlichen erbrechtlichen Auseinandersetzung an.

Die Vorteile einer erfolgreichen Mediation bestehen im Vergleich zum gerichtlichen Verfahren darin, dass die Mediation idR kostengünstiger und schneller ist, als die gerichtliche Auseinandersetzung. Außerdem eröffnet das Mediationsverfahren den Erben auch die Chance, die Beziehungen zueinander aufrecht zu erhalten. Gerade Erbauseinandersetzungen, die zumeist unter Geschwistern und/oder Familienmitgliedern ausgetragen werden, erscheint es besonders erstrebenswert, wenn sich die Beteiligten im Anschluss an den Konflikt noch in die Augen sehen können. Dieser Umstand entspricht regelmäßig auch dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen. Insoweit stellt die Erbschaftsmediation zumeist eine sinnvolle Alternative zum Gerichtsverfahren dar.

Ein entscheidender Aspekt für Erben, sich für das Mediationsverfahren zu entscheiden, liegt mitunter auch darin, dass im Rahmen der Mediation auch für schwierige Themen, die mit dem Erbfall einhergehen (wie etwa die Betriebsnachfolge, den familiären Umgang oder die fehlende Anerkennung für erbrachte Leistungen), eine eigenständige Lösung erarbeitet werden kann.

Fallgestaltungen (Beispiele)

Die Geschwister S und W streiten sich über die Auslegung des Testaments Ihrer Eltern. W orientiert sich am Wortlaut einer Textpassage des Testaments. S ist der Auffassung, der letzte Wille der Eltern entspreche nicht dem exakten Wortlaut des Absatzes. Vielmehr sei der letzte Wille der Eltern nur dem Kontext des gesamten Testaments, sowie den Äußerungen der Eltern im letztem Lebensjahr zu entnehmen.

Die Geschwister A, F und L streiten sich nach dem Tod Ihres Vaters darüber, wer die Softwarefirma des Vaters fortan leiten soll. A hat als Software-Entwickler als einziger Kenntnis der Materie und beansprucht die alleinige Betriebsnachfolge für sich. Seine Brüder befürchten, dass A die Firma veräußern möchte.
Die Schwestern S und V setzen sich nach dem Tode Ihrer Mutter über den Nachlass auseinander. S hat über eine lange Zeit die Mutter unentgeltlich gepflegt und beansprucht nun eine entsprechende Berücksichtigung im Rahmen der Nachlassverteilung. V besteht auf die Hälfte des Gesamtvermögens.

Kanzleigründer Markus Rassi Warai ist ein in Verhandlungstechniken und im erbrechtlichen und familienrechtlichen Konfliktmanagement geschulter Mediator mit Anerkennung als Gütestelle. Er steht zerstrittenen Erbengemeinschaften unterstützend zur Seite und hilft bei der Suche nach einer Lösung, welche die Erben bislang nicht selbstständig herbeiführen konnten.

Ein Mediationsverfahren zeigt neben neuen Lösungsansätzen auch Risiken und Nachteile der Lösungsalternativen auf. Dabei betreut die Kanzlei Rassi Warai bundesweit Medianten in Erbschaftsstreitigkeiten. Wie die Mediation durch uns verläuft, erfahren Sie im Webchat-Interview zum Thema Mediation mit dem Rechtsanwalt und Mediator Markus Rassi Warai in Minden. Darüber hinaus liegt für Sie hier eine Informationsbroschüre zum Thema Mediation in Minden zum Download bereit.

Bei weiteren Fragen zum Thema Mediation in erbrechtlichen Auseinandersetzungen können Sie uns gerne kontaktieren. Für ein kurzfristiges unverbindliches Vorgespräch rufen Sie uns einfach an oder senden Sie uns eine E-Mail.

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Wir stehen Ihnen auch in unserem LiveChat zur Verfügung. Vereinbaren Sie einen Termin zu einem persönlichen Gespräch mit dem Rechtsanwalt und Mediator Markus Rassi Warai.

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